Bildung und Nothilfe während der Pandemie

Das internationale Schulnetzwerk „Fe y Alegría“ ist sehr besorgt über die sozialen und ökonomischen Auswirkungen, die die COVID-19 Krise auf die Armut von Familien haben wird. Ein humanitärer Fahrplan soll nun Hilfe für 864.963 Personen aus 21 Ländern in Lateinamerika, der Karibik und Afrika sicherstellen. Unterstützung kommt vom Xavier Network, einer Kooperation jesuitischer Organisationen weltweit.

Krisenstimmung

Wirtschaftliche Unsicherheit und wenig Stabilität am Arbeitsmarkt verschlimmern die Situation und führen zu Versorgungsengpässen und vielen Schulabbrüchen. Auch die Schattenwirtschaft boomt, weil alles andere stillsteht. Notfallhilfe für Menschen, die mit Fe y Alegría verbunden sind, bedeutet in dieser Situation umso mehr – speziell in den Grundbereichen, wie Nahrungsversorgung, Gesundheit, psychologische und spirituelle Begleitung, sichere Arbeit und Wohnraum. Viele Länder haben den Wunsch nach Sensibilisierungs- und Selbstverpflegungskampagnen geäußert. Sie benötigen außerdem Produkte, die eine Ansteckung oder Verbreitung des Virus verhindern. Das Xavier Network unterstützt den humanitären Plan von FyA, der unter anderem Hygienekits enthält. Sie sind mit Gesichtsmasken, Seifenstücken und Chlor ausgestattet, aber auch mit Anleitungen zur richtigen Anwendung der Produkte. Weiteres Infomaterial wird digital (per Whatsapp oder Radio) verbreitet.

Grundversorgung für Armutsgefährdete

Die Grundversorgung vieler Familien, deren Einkommen von der informellen Wirtschaft abhängt, ist bedroht. Diese Menschen erhalten jetzt Nothilfe und Nahrungsmittel. Aber auch Lehrkräfte von FyA in Ländern mit sehr niedrigem Lohnniveau, wie in Venezuela und Haiti, könnten in eine Armutsspirale rutschen. Der Fahrplan von Fe y Alegría sieht vor, dass das Lehrpersonal angemessene Hilfe in der Krise erhält.

Gesundheitsvorsorge, Aufklärung und Sensibilisierung

FyA hat in seinem Netzwerk die Möglichkeit viele Schüler, Familien und Gemeinden über Schulen und andere Bildungsprojekte zu erreichen. Das wird genutzt, um Hygienekits und Kommunikationsmaterial zur richtigen Anwendung zu verteilen. Die Informationen und Nachrichten sowie Sensibilisierungskampagnen werden über den Radiosender von Fe y Alegría verbreitet.

Leben in der Pandemie

Vor COVID-19 lebten viele Familien in Mietwohnungen. FyA möchte sie bei der Zahlung unterstützen. Direkte Überweisungen von Geldern im Wert von dreimonatigen Mietverträgen und Grundversorgung (Gas, Wasser, Strom) sollen diejenigen Familien, die die Kriterien erfüllen und kurz vor der Räumung stehen oder bereits auf der Straße sind, helfen, über die Runden zu kommen.

Bildungslücken vermeiden

Fe y Alegría hält daran fest, auch unter diesen Umständen das Recht auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten. Es geht darum, sich kurzfristig Herausforderungen zu stellen, die mit dieser Notsituation verbunden sind. Selbst wenn die Bildungseinrichtungen geschlossen werden, darf keine Bildungslücke entstehen. Aus diesem Grund begleitet FyA Schüler und Familien, um Schulabbrüche und akademische Verzögerungen zu vermeiden. Verschiedene pädagogische Strategien und angepasstes Schulmanagement sollen dafür sorgen.

Neue Wege der Bildung

Lehrer erhalten Ausbildungen, die ihre digitalen Kompetenzen erweitern, Fernunterrichtsinstrumente (Funk, virtuelle Plattformen) werden ausgeweitet. Mit "Mundo Escolar “, dem virtuellen Klassenzimmer der Internationalen Föderation von Fe y Alegría, gibt es ein eigenes Schulungs- und Austauschinstrument für Lehrer, Managementteams und Schüler von FyA. Neues pädagogisches Material und neue Unterrichtsmethoden werden dafür entwickelt, aber auch eine Methode, wie die pädagogische Koordination und Begleitung, bestmöglich erfolgen kann. Es ist notwendig, die Rolle des Lehrers neu zu definieren und an den Fernunterricht anzupassen.

Internationale Unterstützung

Die Projekte und Hilfsprogramme werden auf regionaler oder nationaler Ebene ausgeführt und von der internationalen Gemeinschaft unterstützt. Mit dem Xavier Network sind jesuitische Organisationen weltweit beteiligt. Wir hoffen auf ihre Mithilfe!

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