Jesuit Worldwide Learning

Weniger als ein Prozent aller Flüchtlinge haben Zugang zu Universitätsbildung. Dabei haben sehr viele das Talent und den Willen zu studieren. Jesuit Worldwide Learning (JWL), die jesuitische Initiative für Hochschulbildung an den Grenzen, bietet ihnen eine einzigartige Chance.

Studieren im Flüchtlingslager

Im Sommer 2014 begann das digitale Bildungsprogramm JC:HEM. Ein Zusammenschluss von Jesuitenuniversitäten hat gemeinsam mit lokalen Teams des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) Hochschulkurse zu Flüchtlingen gebracht. Über eine Kombination aus Onlinekursen und Präsenzbegleitung konnten so junge Leute in Flüchtlingslagern weltweit studieren, die sonst niemals Zugang zu einer Universität gehabt hätten. Zwei Jahre später hat P. Peter Balleis SJ, früher internationaler Direktor des JRS, als Präsident die Leitung übernommen, den Sitz nach Genf verlagert, in Zusammenarbeit mit der Jesuitenhochschule in München ein Europabüro eröffnet und auch den Namen geändert. Aus JC:HEM wurde JWL. Es steht für Jesuit Worldwide Learning: Higher Education at the Margins – Jesuitisches Weltweites Lernen: Hochschulbildung an den Grenzen.

Neue Zentren im Nahen Osten

„In Zeiten, in denen Menschen in Europa und anderswo neue Mauern errichten, müssen wir aktiv gegensteuern“, betont Pater Balleis. „Schon jetzt studieren bei uns in multi-ethnischen und multi-religiösen Lerngruppen 348 Menschen aus 20 Nationen in sieben Ländern gemeinsam online, mit dem Ziel, ein Abschluss-Diplom zu erwerben. Mehr als 3.000 weitere junge Frauen und Männer machen an insgesamt 17 Standorten aktuell Sprachkurse und nutzen berufsbildende Angebote. Wir wollen diese Zahlen noch deutlich steigern.“ So sollen in Erbil und an drei weiteren Orten im Nordirak neue Lernzentren entstehen und eine bestehende Einrichtung im syrischen Aleppo sobald wie möglich wiedereröffnet werden.

Bildung für Menschen jeder Kultur und Religion

JWL ist getragen von internationalen Organisationen, Institutionen und Unternehmen und hat seinen Hauptsitz in Genf, wo auch UNO, WHO und UNHCR angesiedelt sind. JWL steht in der Bildungstradition des Jesuitenordens und richtet sich an Menschen jeder Kultur und Religion. Das erklärte Ziel von Direktor Peter Balleis ist es, mit dem Bildungsprogramm von JWL in Zukunft noch mehr Benachteiligte und Flüchtlinge zu erreichen. „Kritische, lösungsorientierte Persönlichkeiten auszubilden, ist der Schlüssel zum Frieden“, sagt er.
Seit Dezember 2016 bringt JWL über 250 Jugendlichen in den Flüchtlingslagern Khanke und Domiz und in den Städten Dohuk und Erbil im Nordirak ein Jahr lang Englisch bei. In der Folge wird JWL Kurse für den Abschluss „Diploma of Liberal Arts“ und berufsbildende Kurse anbieten. Der Bayerische Landtag beispielsweise engagiert sich mit 80 Stipendien, um auf diese Weise kritisches, demokratisches Denken zu fördern.

Ein Traum mit Potenzial

Neben Kenia, Malawi und Jordanien wird das Projekt gerade auf Flüchtlingslager im Tschad und in Thailand nahe der Grenze zu Myanmar sowie auf Afghanistan ausgeweitet. An allen Orten arbeitet der JRS seit langem mit Flüchtlingen und Rückkehrern. Für Pater Peter Balleis ist die Marschrichtung klar: „Bis 2018 wollen wir mit JWL in zehn Ländern arbeiten. Das Ganze hat viel Potenzial und kann auch über Flüchtlinge hinaus ausgeweitet werden. Vielleicht schaffen wir eine globale Online-Universität für die Armen. Wir bieten etwas für die, die am Rande leben. Wir wollen Ausgrenzung und Grenzen überwinden. Das ist unser Traum.“

Die Partner

Jesuit Worldwide Learning arbeitet mit einer Allianz starker Kooperationspartner zusammen, um Benachteiligte und Menschen in Krisengebieten zu erreichen. Diese Partner betreuen die Studierenden vor Ort, geben ihr Wissen in Online-Kursen weiter oder stellen die technische Infrastruktur zur Verfügung. Die akademische Qualität des Programms gewährleisten Jesuiten-Universitäten auf der
ganzen Welt.

Hier eine Auswahl wichtiger Organisationen:

Projekt Studium für Flüchtlinge

Länder:
Nordirak, Kenia, Malawi, Jordanien, Afghanistan, Thailand, Tschad, USA

Partner:
P. Peter Balleis SJ, Präsident von Jesuit Worldwide Learning (JWL)

Kontext:
Bildungschancen für junge Menschen am Rande der Gesellschaft, um bereits jetzt in den Flüchtlings­lagern in die Zukunft der kriegszerstörten Länder zu investieren

So können Sie helfen:

  • Schon 1.900 Euro genügen, um einen akademischen Studienplatz in den Flüchtlingslagern Khanke und Domiz ein Jahr lang zu finanzieren
  • 1.300 Euro kostet ein Ausbildungsplatz für einen einjährigen Berufskurs
  • Für 550 Euro bringt JWL einem Studierenden ein Jahr lang Englisch bei
  • Darin enthalten sind die Kosten für Solar­energie, Computerplätze, Kurse vor Ort und die akademische Begleitung durch die beteiligten Jesuitenuniversitäten.

Weitere Informationen:

Ihre Spende hilft

  • MENSCHEN FÜR ANDERE
  • Verwendungszweck:
  • Jesuit Worldwide Learning
  • Bank: Erste Bank
  • IBAN: AT94 2011 1822 5344 0000
  • BIC: GIBAATWWXXX

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