Katholisches Gymnasium in Tomsk

Das einzige katholische Gymnasium in ganz Russland befindet sich in Tomsk. Das Leben in der sibirischen Großstadt ist geprägt von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Für viele traumatisierte und verhaltensauffällige Kinder ist die Schule die einzige Möglichkeit, einen guten Schulabschluss zu erhalten.

Harte Winter – geringer Lohn

Tomsk ist eine Studentenstadt mit knapp 600.000 Einwohnern im Westen Sibiriens. In der Innenstadt finden sich einige prachtvolle Gebäude. Weniger einladend sieht es in den ärmeren Vierteln der Stadt aus. Dort ist das Leben geprägt von Armut und Perspektivlosigkeit. Viele Eltern müssen parallel an mehreren Arbeitsstellen tätig sein, um die Familie ernähren zu können.

Alkohol und Gewalt gehören zum Alltag vieler Kinder

Der Frust wird häufig im Alkohol ertränkt. Das Jugendamt kennt zu viele Fälle von innerhäuslicher Gewalt und Verwahrlosung von Kindern. Über die Hälfte aller Kinder kennt Gewalt von Zuhause. Viele sind sich selbst überlassen oder müssen sich sogar um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Damit sie als Jugendliche und Erwachsene die Gewaltspirale durchbrechen, ist viel Zuwendung und Betreuung nötig.

Eine Schule macht den Unterschied

Schon im Jahr 1900 wurde die erste katholische Schule in Tomsk gegründet. Sie wurde unter dem kommunistischen Regime geschlossen und erst 70 Jahre später, nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs, wiedereröffnet. Als einziges katholisches Gymnasium in ganz Russland macht die Schule in Tomsk einen Unterschied. Seit der Neueröffnung in den 1990er Jahren kümmert sich die Schule speziell um Kinder aus armen Familien und traumatisierte Kinder, die im normalen Schulunterricht nicht mitkommen und die in anderen Schulen nicht individuell betreut werden können. Eine Psychologin und eine Logopädin gehören ganz selbstverständlich zum Team der Schule, wie die Schulleitung und die Lehrer. „Bei uns sind die Klassen viel kleiner als gewöhnlich, so ist eine individuellere Betreuung der Schüler möglich. Wenn ein neuer Schüler zu uns kommt, fragen wir ihn, was er zur Gemeinschaft beitragen möchte. Es geht nicht nur darum, etwas von den anderen zu bekommen. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen, dass sie wichtige Mitglieder der Gesellschaft sind und dieser etwas zurückgeben können“, erzählt eine Lehrerin.

Gute Schulbildung – unbezahlbar wertvoll

Seit dem Schuljahr 2014/2015, das am 1. September 2014 begonnen hat, haben die Jesuiten die Verantwortung für die Schule übernommen. P. Stephan Lipke SJ erzählt von den Schwierigkeiten vor Ort: „Das katholische Gymnasium in Tomsk ist eine Privatschule und muss ständig den Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit schaffen. Wir möchten weiterhin vor allem Kindern aus armen Familien eine gute Bildung ermöglichen. Jungen und Mädchen, die von den staatlichen Schulen abgewiesen werden oder dort nicht gefördert werden können. Zugleich muss die Schule sich größtenteils selbstfinanzieren.“ 20% der Kosten übernimmt der Staat, die übrigen 80% muss die Schule selbst aufbringen, durch Schulgebühren und Unterstützer aus dem In- und Ausland.

Sponsoren gesucht!

Zur Zeit besuchen 120 Mädchen und Jungen aus katholischen und nicht-katholischen Familien das Gymnasium in Tomsk. Für Eltern mit mehreren Kindern gibt es einen speziellen Familientarif. Für Familien mit geringen Einkommen gibt es Unterstützung in Form von Stipendien. Für den Erhalt des Familientarifes und der Stipendien werden Sponsoren gesucht. Pro Kind beläuft sich ein Jahresstipendium auf umgerechnet 562,50 Euro, das sind 47 Euro im Monat oder 1,50 Euro pro Tag.

Projekt Gymnasium Tomsk

Land:
Russland

Partner:
P. Stephan Lipke SJ

Zielgruppe:
Kinder mit besonderem schulischem Betreuungsbedarf

Kontext:
Das Gymnasium in Tomks ermöglicht Kindern aus armen Familien Zugang zu guter Bildung und Werteerziehung.

Sie können mit einem Stipendium helfen:

46 Euro im Monat für Schulgebühren pro Kind

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Verwendungszweck:
Tomsk
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