„Concordia Bulgarien“ – Zukunftsperspektiven

CONCORDIA Bulgarien betreut Kinder und Jugendliche, die zum Großteil der Volksgruppe der Roma angehören. Sie sind mit Ausgrenzung, schlechten hygienischen Bedingungen und einer Benachteiligung im Schulsystem konfrontiert. Im Jugend- und Sozialzentrum Sveti Konstantin wird mit einem breiten Spektrum an sozialen Angeboten auf ihre Bedürfnisse eingegangen.

Hintergründe der Not

Seit dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Osteuropa ziehen viele Menschen in die Großstädte.  Unter ihnen sind auch viele sozial schwache Menschen, die ihre Arbeit verloren haben und auf dem Land keine Überlebensmöglichkeit sehen. Sie ziehen in Abbruchhäuser und errichten auf leerstehenden Grundstücken Häuser und Baracken. So entstehen illegale Armensiedlungen. Ohne legalen Wohnsitz können sie sich diese Menschen aber nicht registrieren und der Zugang zu sozialen Dienstleistungen und medizinischer Versorgung wird ihnen dadurch erschwert oder unmöglich gemacht. Weil das Geld nicht für Nahrungsmittel und Kleidung reicht, werden die Kinder von den Eltern zum Betteln geschickt. Jugendliche tragen zum Familieneinkommen bei, indem sie Müllcontainer nach Altmetall und ähnlichem durchsuchen und an Sammelstellen gegen geringe Beträge eintauschen.

Ausgrenzung und Benachteiligung

Schlechte hygienische Bedingungen (kein fließendes Wasser, keine Sanitäranlagen) und Mangelernährung führen zu gesundheitlichen Schäden. Unregelmäßiger Schulbesuch und Schulabbruch haben eine hohe Jugendarbeitslosigkeit zur Folge. Diese Lebensumstände begleiten die Kinder und Jugendlichen, die von Concordia Bulgarien betreut werden und überwiegend der Volksgruppe der Roma angehören. Sie sind stark von Ausgrenzung betroffen und auf allen Ebenen des Schulsystems mit Benachteiligungen konfrontiert.

Das Concordia Sozialzentrum „Sveti (Heiliger) Konstantin“

2008 baute P. Markus Inama SJ, Concordia in Bulgarien auf. Für mehrere Jahre lebte er in Sofia und begleitete Kinder und Jugendliche auf der Straße und in den Armenvierteln. Heute steht in einem heruntergekommenen Industrieviertel unweit des Stadtzentrums das Sozialzentrum Sveti Konstantin, das verschiedene Betreuungsprojekte und Wohngruppen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene anbietet.

Aus den nahegelegenen Roma- Vierteln, den Mahalas werden die jüngeren Kinder und ihre Mütter mit dem Concordia-Kleinbus abgeholt.  Die Schulkinder werden in einer Wohngruppe psychologisch betreut und an den schulischen Alltag gewöhnt, während Junge Erwachsene in einer betreuten Wohngruppe unterstützt werden. Die Jugendlichen lernen dort sich auf ein selbständiges Leben vorzubereiten und ihre Zukunftsperspektiven zu erarbeiten. Eine Notschlafstelle dient jenen, die den Weg in ein eigenes Leben nicht geschafft haben. Obdachlose junge Erwachsene bekommen hier einen Platz zum Schlafen werden an Therapieplätze vermittelt und erhalten Sozialberatung und Unterstützung für den Alltag, von der Dokumentenbeschaffung über medizinische Hilfe bis hin zur Ausgabe von frischer Kleidung.

Ein neues Zentrum für 500 Kinder

Im Oktober ist die Fertigstellung für ein neues Zentrum im Stadtteil Orlandovtzi geplant. Das Haus ist fertig, für die Einrichtung suchen wir noch Spenden. „Mit dem neuen Tageszentrum können wir insgesamt 500 Kinder erreichen, die ohne unsere Hilfe unter unmenschlichen Bedingungen aufwachsen müssten.“, sagt P. Markus Inama SJ. Ihre Spende ist ein Baustein zu einem besseren Leben für diese Kinder.

Concordia Bulgarien

Land:
Bulgarien

Partner:
Concordia Bulgarien
P. Markus Inama SJ

Zielgruppe:
Kinder aus zerrütteten und verarmten Familien, Jugendliche, die auf der Straße leben, junge Frauen in schwierigen Situationen und Arbeitslose, vor allem aus dem Roma-Milieu.

Kontext:
Das Projekt versucht einerseits die primären Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu stillen und andererseits durch Fortbildungen, Kurse und Hilfe bei der Jobsuche, Zukunftsperspektiven zu schaffen.

So können Sie helfen:

  • Spenden für die Möblierung des neuen Tageszentrums in Orlandovtzi

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