Landwirtschaftsprojekt in Mongata

Mit P. Ghislain SJ und der Landwirtschaftlichen Fakultät der Jesuiten bauen wir in Mongata eine Beispielfarm auf: Bauern-Kooperativen, landwirtschaftliche Weiterbildung und vielfältige Produktion von Gemüse und Getreide, Schulbildung für Kinder.

Schälmaschine und Mühle

„Auf diese Hilfe haben wir sehr lange Zeit gewartet. Wir danken Gott und allen, die das möglich gemacht haben.“ Die Kleinbauern in Mongata freuen sich über die Anschaffung einer Cassava-Schälmaschine. Eine Verarbeitungseinheit für Cassava erleichtert die Arbeit der Bäuerinnen erheblich. Der traditionelle Prozess dauert mehrere Tage: Der Maniok wird per Hand geerntet und geschält, zwei bis drei Tage in Wasser eingeweicht, schließlich in der Sonne getrocknet und dann zu Stärkemehl verarbeitet oder als getrocknete Wurzel verkauft. Eine Cassava-Schälmaschine mit einer Kapazität von 1.500 Kilogramm pro Stunde sowie eine dieselbetriebene Mühle wurde angeschafft. Damit können die Kleinbauern der Umgebung ihre Ernte kollektiv verarbeiten; anschließend wird das Cassava-Mehl in Kinshasa verkauft. Verbunden ist die Maßnahme mit einer Ausbildung im Anbau und Verarbeitung der Pflanze im Trainingszentrum. Ein neu angeschaffter 5.000-Liter-Tank sammelt das Regenwasser auf dem nahegelegenen Plateau des Batékés. Dies erleichtert die Arbeit der Farmer ganz wesentlich – Mongata liegt in einem Gebiet, in dem Wasser mehr und mehr zum Problem wird. Das Projekt trägt dazu bei, dass die Kleinbauern durch den Verkauf ihrer Produkte regelmäßige und höhere Einkommen erzielen.

Agro-Forstwirtschaftliches Projekt

Eine Abteilung der Loyola Universität im Kimwenza / Kinshasa führt diese landwirtschaftlichen Projekte durch. Vom Cassava Anbau in Mongata profitieren die bäuerlichen Anwohner erheblich. Das landwirtschaftliche Zentrum CERED (Centre de Recherche et de Communication en Development Durable) unterstützt zahlreiche Bauern in der Demokratischen Republik Kongo bei der Produktion und Vermarktung ihrer Produkte. Koordinator des interdisziplinären Forschungszentrums an der Loyola-Universität in Kinshasa-Kimwenza ist P. Ghislain Tshikendwa Matadi SJ. Vor einigen Jahren wurde in Mongata, rund 150 Kilometer von Kinshasa entfernt, ein agroforstwirtschaftliches Projekt durchgeführt. Dabei wurden rund 100 Hektar Akazienwald wiederaufgeforstet, auf 50 Hektar Cassava (Maniok) angebaut und für eine Trainingsfarm aufgebaut. Die Maßnahme erwies sich als erfolgreich, der Cassava-Anbau ist in der Region inzwischen fest etabliert.

Kongo im Chaos

Kriegerische Auseinandersetzungen, Bodenschätze, Kinshasa – das sind spontane Assoziationen zur Demokratischen Republik Kongo – dem zweitgrößten Land Afrikas, in dem es bis jetzt nicht gelungen ist, den Reichtum an Ressourcen zu nützen, um die Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern und ausreichend für Ernährung, Bildung und Gesundheit zu sorgen. Mit 3,1% jährlichem Bevölkerungswachstum und einem explosionsartigen Anstieg der Bewohner Kinshasas von 8 auf 12 Millionen in den letzten 5 Jahren, scheinen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unlösbar. Weniger als 10 % der Bevölkerung hat Stromversorgung, nur 1,8 % der Straßen sind befestigt, in manchen Gegenden gehen bis zu 60% der Kinder nicht zur Schule, weil das Schulgeld nicht bezahlt werden kann. Lebensmittel wie Reis und Geflügel, werden importiert. Gekocht wird mit Holz oder Holzkohle kilometerweit ist das Umland von Kinshasa gerodet und abgebrannt. Von den reichen Bodenschätzen wie Gold, Diamanten, Kupfer und Coltan profitieren wenige, die breite Bevölkerung hat davon nichts, viele Abbaukonzessionen wurden an China vergeben.

Visionäre Menschen

Pater Ghislain SJ im Gespräch

Es gibt willensstarke und visionäre Menschen wie Pater Ghislain in diesem Land, die an die positive Veränderung glauben und erste Initiativen für eine produktivere Landwirtschaft setzen. Der Schlüssel dazu: Bildung. Das akademische Lehrpersonal der Landwirtschafts- und Veterinärmedizinischen Universität Loyola in Kimwenza, geleitet von einem Team kongolesischer Jesuiten, ermöglicht den Studentinnen und Studenten ihr theoretisches Wissen auch in der Praxis umzusetzen. Dazu wurde ein 157 ha großes Ödland ca. 150 km entfernt von der Hauptstadt angekauft, in Agrarland umgewandelt und ein Großteil mit rasch wachsenden Bäumen aufgeforstet. Es entsteht ein landwirtschaftlicher Musterbetrieb für professionellen Anbau von Maniok, Mais, Gemüse und Nutztierhaltung. Lehre, Forschung und Anwendung vor Ort. Ein Beispiel, das künftig vielfach im Land kopiert, die wichtige Veränderung zu Gunsten der Ernährungssicherheit und Verbesserung der Lebenssituation der Bevölkerung ermöglichen soll.

MENSCHEN FÜR ANDERE ist Partner dieses Projekts in Mongata. Das erforderliche Schulungszentrum samt Lager, wurde von der ERBER Group finanziert. Am 1. Mai 2017 konnte im Rahmen einer feierlichen Zeremonie dieses Gebäude offiziell eröffnet werden. Es ist das Ziel, dieses Zentrum nicht nur den Studenten zur Verfügung zu stellen, sondern auch über Schulungen, der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen. Die Erträge vom eigenen Boden zu erwirtschaften, die eine gesunde Ernährung der Familien und Schulbildung für die Kinder sicherstellen können.

Landwirtschaftsprojekt Mongata

Land:
Demokratische Republik Kongo

Partner:
P. Ghislain SJ

Zielgruppe:
Bauern

Kontext:
150 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt werden Bauern ermächtigt, sich zu Kooperativen zusammenzuschließen und in die Nahrungsmittelproduktion einzusteigen.

So können Sie helfen:

  • 50  Euro kostet ein Baustein für die Brunnengrabung

  • 100 Euro kostet ein Jahres-Ausbildungsgang für einen Bauern

  • 100 Euro kostet ein Baustein für den Bau einer Grundschule in Mongata

Ihre Spende hilft

  • MENSCHEN FÜR ANDERE
  • Verwendungszweck:
  • Kongo
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  • BIC: GIBAATWWXXX

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