Zyklon Idai: Was wirklich zählt, ist das Leben

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Pater Heribert Müller koordiniert in Mosambik die Hilfsmaßnahmen der Jesuiten. Er hat es in die zu 90 Prozent zerstörte Hafenmetropole Beira geschafft und gibt Zeugnis von Leid und Zerstörung – und dem Überlebenswillen der Menschen. Helfen wir ihnen, die Katastrophe zu überwinden!

Liebe Freunde und Wohltäter,

Heute schreibe ich euch nicht aus Chividzi im Nordwesten Mosambiks, wo ich seit zwei Jahren die Loyola Schule leite, sondern aus Beira, der Hafenstadt im Süden des Landes. Es gibt hier kaum ein Haus, das keinen Schaden erlitten hat. Die Wucht des Windes und des Wassers hat Dächer von den Häusern gerissen, Wände einstürzen lassen, Mangobäume und Kokospalmen entwurzelt. Isabel, die ich schon seit meiner Zeit in der Pfarrei hier kenne, erzählt von der Nacht des Zyklons. Sie ist 21 Jahre alt, die Mutter ist schon früh gestorben und der Vater nicht mehr da, so dass sie sich hauptsächlich um ihre vier kleineren Geschwister kümmert. Trotz all des Schweren, das sie durchgemacht hat, lächelt sie mich an und ist froh, dass wir uns sehen.

„Ich dachte, es sei das Ende der Welt“

Sie sagt: „Der Sturm hat mich einiges gelehrt. Materielle Dinge sind zweitrangig. Was wirklich zählt, ist das Leben, dass wir noch alle leben.“ Mit ihren vier Geschwistern hat sie ihr einsturzgefährdetes Haus verlassen, im Dunkeln der Sturmnacht, während ringsherum die Bäume umkippten. Es war sehr gefährlich. Für einen Weg von normalerweise fünf Minuten brauchten sie mehr als eine halbe Stunde, um in einem sicheren Haus bei Nachbarn unterzukommen. Sie sagt: „Ich dachte, es sei das Ende der Welt. Es war furchtbar.“

Vier tote Kinder in einer Familie

Sie haben fast alles verloren, auch ihre Vorräte an Maismehl und Lebensmitteln sind nass, dreckig und unbrauchbar geworden. Zu unserer Jesuitenpfarrei in Beira gehören drei große Slumviertel. Hier hat der Zyklon leichtes Spiel gehabt mit den wenig solide gebauten Hütten und Häusern. Eine Familie unserer Pfarrei hat vier tote Kinder zu beklagen. Eine andere Familie ist vom einstürzenden Dach ihres
Hauses begraben worden. Es hat niemand überlebt. Auch die Mutter eines unserer jungen Jesuiten ist gestorben.

Selbst auf dem Friedhof, während der Beerdigung, stand noch alles unter Wasser.

Sobald ich die Hauptstraße unseres Pfarrgebietes verlasse, versinken die Wege in schwarzem Schlamm. Abwasserkanäle sind übergelaufen, so dass alles zu einer stinkenden Brühe geworden ist. Zum Glück hat in den Tagen nach dem Zyklon die Sonne geschienen, das hat etwas geholfen. Aber Trinkwasser und Lebensmittel fehlen, Hunger und Krankheiten brechen aus.

„Estamos bem – uns geht es gut“

Gemeinsam mit der Diözesancaritas organisieren wir über die Basisgemeinden unserer Pfarrei die Verteilung von Maismehl, Bohnen, Speiseöl und Zucker. Viele Menschen stehen noch unter Schock, aber wenn ich sie frage, wie es ihnen geht, antworten sie: „Estamos bem – uns geht es gut“. Das Leben geht weiter. Die Kinder kommen zum Fußballspielen, wir feiern Gottesdienst, es wird getanzt und gelacht, wir hatten auch schon wieder eine Taufe.

Ein Wandgemälde im Pastoralzentrum hier in Beira zeigt eine Kreuzesdarstellung. Das Kreuz ist ein Baum, aus dem Gesichter und Figuren wachsen. Berührt werden sie von den Strahlen, die von dem Gekreuzigten ausgehen. Wir alle, Menschen und Schöpfung, sind hineingenommen in das Kar- und Ostergeheimnis, das von neuem Leben kündet. Und dieses neue Leben wünsche ich euch allen und uns in Mosambik und Simbabwe von ganzem Herzen!

Euer Heribert Fernando

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