Mongata: Schule fürs Leben

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Bildungsarbeit 
Ghislain stellt auf dem Weg seine engsten Mitarbeiter vor. Er selbst zieht sich als Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät in Kimwenza/Kinshasa zurück, um hier in Mongata zu leben und die Kooperation in den nächsten Jahren aufzubauen. Ihm zur Seite steht Ferdinand. „Er holt mich immer wieder auf den Boden der Realität zurück, wenn ich gar zu hochfliegende Ideen habe. Ferdinand kennt die Ziele und Aktivitäten, die wir verfolgen, so gut wie ich.“ Vincente ist der Öffentlichkeitsarbeiter. „Wir wollen unsere Produkte vermarkten. Mongata liegt an einer wichtigen Verbindungsstraße von Kinshasa ins Land hinein. Hier kann ein großer Marktplatz entstehen. Menschen können hierherkommen und mitleben, mitarbeiten…“ Die Phantasie geht wieder einmal mit Ghislain durch. Tatsächlich aber haben Ferdinand und andere Mitarbeiter Erfahrungen in einem Kibbuz in Israel gesammelt. „Auf jeden Fall ist es uns gelungen, dass Mongata schon eine gewisse Bekanntheit in Kinshasa hat. Die Menschen fragen sich: Was passiert da eigentlich? Wir hatten sogar schon den Landwirtschaftsminister hier.“

Ghislain kommt aus dem Universitätsbetrieb der Jesuiten in Kimwenza/Kinshasa. Über einige Jahre hinweg ist er bereits mit Studenten der Landwirschaftlichen Fakultät auf Arbeitseinsätze nach Mongata gefahren. Absolventen der Fakultät sind interessante Mitarbeiter für ihn. Er zahlt ihnen nicht viel. Aber er gibt ihnen die Möglichkeit, ein Feld zu bebauen und durch eigene Produktion Geld zu verdienen. Rachel hat ihre Masterarbeit über die Entwicklung der vier Dörfer rund um Mongata Farm gerade abgeschlossen. Sie will hierbleiben und im Bereich Ökologie und Wasserversorgung weiterarbeiten. Ghislain hofft, dass er weitere Absolventen der Landwirtschaftlichen Fakultät für die Arbeit in Mongata gewinnen kann.

Das Farmhaus
Wir erreichen den Gebäudekomplex der Farm. Das Haupthaus ist um eine überdachte Küche erweitert worden. Der Vortragssaal hat jetzt insgesamt 4 Gästezimmer angebaut. Zwei Häuser sind für die Unterbringung der Arbeiter und weiterer Gäste vorgesehen. Ein großer Lagerraum für die Ernte und ein Kühlraum wurden neu gebaut. Die Farm wächst auch an Gebäuden. Aber viel mehr als das erfreut uns die Gruppe von Kindern, die uns mit Judith, der Lehrerin, begrüßen. Es sind Szenen wie sie sich wohl auch bei uns abspielen, wenn Ehrengäste kommen: Kinder singen ein Willkommenslied, die Lehrerin hält angestrengt die Melodie, alle Kinder schreien begeistert mit. Die Begabtesten rezitieren Gedichte auf Französisch. Blumen werden überreicht. Anstatt der Fähnchen winken die Kinder mit grünen Zweigen. Und dennoch ist es hier ganz anders. Man nimmt den Kindern und den Erwachsenen rundherum sofort ab, wie dankbar sie sind für die Chance, in die Schule gehen zu können.  

Das Schulhaus
Eine Prozession bildet sich, wir folgen den Kindern, deutlich und stolz durch die Erwachsenen in Richtung Schul-Baustelle gedrängt. Die Mauern stehen schon. Zehn Arbeiter lassen sich gerne durch den bunten Besuch der zukünftigen Schülerinnen und der Gäste aus Österreich unterbrechen. Die Bautruppe aus dem Nachbardorf produziert alle Bauelemente vor Ort. „Wir haben alle Materiealien hier. Bis Dezember ist der Bau abgeschlossen.“ Sogar die Ziegel werden vor Ort gemacht und das Eisen für die Fensterstürze gebogen.  

Unterricht auch für Erwachsene
Alles wartet darauf, dass mit dem Schulbetrieb begonnen werden kann. Die Schule wird langsam besiedelt. Ghislain ist in Verhandlung mit dem Staat und möchte, dass die Lehrer vom Staat bezahlt werden. Seit einigen Jahren ist Fe y Alegria mit einer ganzheitlichen Pädagogik auch in Afrika tätig: Die Dorfgemeinschaft wird einbezogen, auch die Chiefs und die politische Führung. Von den Eltern gibt es sogar Nachfrage, Nachmittagsunterricht für Erwachsene zu geben. Besonders Frauen haben Interesse. Der Lehrinhalt beschränkt sich nicht nur auf auswendig zu lernendes Wissen. Hier soll Lebensnotwendiges gelernt werden: Wie lege ich einen Garten an? Wie bereitet man einfaches aber nahrhaftes Essen zu? Hygiene und Gesundheitsvorsorge. Die Klassenzimmer können auch für die landwirtschaftlichen Kurse genutzt werden. Nicht weit vom Schulgebäude entfernt ist bereits ein Gästehaus errichtet worden. Rund um den Rohbau tummeln sich Enten, ein Hasenstall ist in der Nähe.

Ein lebendiger Organismus
Die Schule am Bauernhof, die Gästezimmer, die wachsende Anzahl von Kleinviehhaltung, Hasen, Enten, Hühner, die Maschinen, die am Hof bereitgestellt sind: alles weist auf einen lebendigen Organismus hin, der sich langsam zusammenfügt und wächst. Umgeben wird diese emsige Insel vom Akazienwald und daran angenzend über 100 ha Ackerboden: Cassava und Mais werden zweimal im Jahr in diesem günstigen Klima geerntet. Theo ist der Leiter des Hofes. Die Arbeitsgemeinschaft ist ihm untergeordnet. Leo ist für die Maschinen und besonders die Traktoren zuständig. Mama Maria verantwortet die Küche und die Reinigungsarbeiten. 

Nach einem ersten Rundgang mit den Kindern setzen wir uns unter die Bäume vor dem Hauptgebäude und genießen gemeinsam ein Getränk. Es ist beachtlich, wie die Menschen bei der Hitze aktiv und tätig bleiben. Erst am Abend ab 18:00 kehrt ein wenig Ruhe ein. Sonnenkollektoren haben über den Tag für Strom gesorgt. Jetzt setzt ein Generoter ein und ermöglicht Licht und WIFI.

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