JWL auf Wachstumskurs

E-Learning bringt Bildung in isolierte Gemeinschaften.

5.000 Studierende aus den Krisenherden der Welt werden bis zum Jahresende die Programme von Jesuit Worldwide Learning (JWL) durchlaufen haben. Das Werk stellt sich dabei mit neuen Lernzentren, einer eigenen App und einer Vereinsgründung neu auf.

Bangui, Februar 2019: Das neue Zentrum der Jesuiten in der Hauptstadt der vom Krieg zerrütteten Zentralafrikanischen Republik öffnet die neuen Klassenzimmer für 150 Studenten, die sich für den Englischkurs mit Jesuit Worldwide Learning (JWL) eingeschrieben haben. 50 Computer von der gemeinnützigen AfB (Arbeit für Behinderte) haben die Zollschranken überwunden und stehen nun zur Verfügung. Weitere neue Lernzentren werden in Mali, der Demokratischen Republik Kongo und in Indien eröffnet.

Im Jahre 2018 hatten sich fast 4.000 Studenten, davon 49% Frauen, in insgesamt 9.559 Kursen eingeschrieben, davon waren 6.553 in Englischkursen, 2.888 in akademischen Kursen und 118 in berufsbildenden Kursen. Im Jahr 2019 sollen es über 5.000 Studenten werden.

Lernzentren in 15 Ländern

JWL nutzt  e-Learning und digitale Informationstechnologie und ermöglicht damit Höhere Bildung für marginalisierte Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlinge, isolierte ländliche Gemeinschaften und Arme in Krisen- und Konfliktgebieten. JWL bringt die Universität in Flüchtlingslager, abgelegene Dörfer und Elendsviertel, um durch Bildung den Menschen zu ermöglichen, die Ursachen ihrer Misere – politische, soziale, ökologische Krisen, Flucht und Vertreibung – zu beheben. Mittlerweile unterhält JWL in 15 Ländern Lernzentren, die Schwerpunktländer sind Afghanistan, Irak, Jordanien, Kenia und Malawi. Neu hinzugekommen sind die Zentralafrikanische Republik, Mali, Tschad und die Region Westafrika.

Neue Kurse in Vorbereitung

Alle Programme und Kurse erfüllen internationale Standards und Qualitätsansprüche. Der einjährige Englischkurs schließt nach drei Stufen mit einem international anerkannten Online-Test von Cambridge Assessment ab. Die berufsbildenden Kurse  –  z.B. Sportpädagogik oder Informationstechnologie  – dauern neun Monate. Neue Kurse sind in Vorbereitung: Öko-Tourismus und Solar-Technik. Akademische Studenten streben nach dem Grundstudium einen Bachelor in Management und Leadership an. Mit fünf neuen akademischen Kursen zu nachhaltigem Umweltschutz verstärkt JWL den Öko-Dchwerpunkt.

"HeLP": Lern-Hilfe in abgelegenen Orten

Die App HeLP (Humanitarian e-Learning Plattform) wurde von der IT-Firma Seitwerk für die spezifische Situation in armen Ländern und isolierten Gemeinschaften entwickelt. JWL-HeLP funktioniert online wie  auch offline und ermöglicht somit das Lernen in den abgelegensten Gegenden. Derweil werden immer mehr JWL-Absolventen selbst zu Mitarbeitern und leiten die neuen JWL-Lernzentren, machen nebenbei ihren Bachelor in  Leadership, etwa in den vier neuen Zentren in den Bergen von Bamyan in Afghanistan.

Ein Förderverein für Deutschland

Die Jesuitenmission hat gemeinsam mit der Deutschen Provinz der Jesuiten im Dezember 2018 den JWL-Förderverein gegründet, um dem Werk eine juristische Plattform in Deutschland zu geben und auch  öffentliche Gelder zu generieren. Den Vorsitz hat Missionsprokurator Klaus Väthröder SJ inne, auch die   Geschäftsführerin der österreichischen Jesuitenmission Katrin Morales ist  Mitglied. JWL-Präsident Peter  Balleis SJ hat sich am 13. Februar mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller getroffen, um eine Kooperation mit dem Bundesministerium zu entwickeln.

P. Peter Balleis SJ, JWL-Präsident


JWL braucht Unterstützung bei der Finanzierung von Stipendien: Ein Englischkurs kostet pro Student und Jahr 200 Euro, ein berufsbildender Kurs über neun Monate kostet 900 Euro, und ein akademischer Kurs von zwei Monaten beläuft sich auf 425 Euro.

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