Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Was sich vor meiner Abreise nach Paris in mir bewegt ist vor allem das Gefühl der Freude, obwohl mich nach den zwei Jahren im Magisterium einiges mit Wien und den Menschen hier verbindet, vor allem mit den Mitbrüdern und den MitarbeiterInnen in der Jesuitenmission und im Provinzialat, mit denen ich intensiv zusammengearbeitet habe. Zahlreiche Vernetzungsgruppen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit rund um den Wirkungsbereich der Jesuitenmission sowie viele Kontakte zu jungen Erwachsenen auf der Suche nach ihrem Weg im Leben sind ein weiterer großer Faktor, der mein Herz beim Gedanken der baldigen Abreise etwas schwer sein lässt. So vieles habe ich hier erleben und lernen dürfen, doch nicht nur hier, auch in Malawi im Flüchtlingslager Dzaleka, wo ich vom JRS-Team in die Arbeit vor Ort eingeführt wurde. Wie man Projekte konzipiert und organisiert war ein weiterer wichtiger Teil des Lernprozesses in meinem Magisterium. Ich bin dankbar für all die Mitbrüder, Freunde und Menschen um mich, die mich in diesen zwei Jahren begleitet haben.

Was es konkret bedeutet, in einem großen Team von Mitbrüdern zu arbeiten, habe ich im Bereich der Berufungspastoral auskosten dürfen. So bin ich auch etwas tiefer in die (noch) österreichische Provinz hinein gewachsen und habe einzelne Mitbrüder durch den gemeinsamen apostolischen Einsatz näher kennen gelernt; auch während mancher Wandertour auf die Hausberge Wiens oder auf so mancher Südtiroler Berghütte.

Worauf ich mich hinsichtlich des Theologiestudiums am Centre Sèvres besonders freue ist die Begegnung mit französischen Theologen, Philosophen und Mitbrüdern wie Henri de Lubac, Jean Daniélou oder Pierre Teilhard de Chardin, die durch ihr Vordenken für das zweite vatikanische Konzil von großer Bedeutung waren. Auf das Gemeinschaftsleben in der großen Scholastikerkommunität in der Communauté St. Pierre Favre (128 rue Blomet, 75007 Paris) schaue ich mit ebenso großer Vorfreude wie auf Paris als Studienort. Die Jesuiten in Frankreich sowie die länderspezifischen Eigenheiten der Gesellschaft im frankophonen Bereich besser kennen zu lernen ist ein weiteres meiner Desiderate für die nächsten (voraussichtlich) drei Jahre der profunden Ausbildung in der Gesellschaft.

Frater Sebastian Ortner SJ

Frater Ortner SJ hat während seines Magisteriums im Bereich Jesuit Volunteers mitgearbeitet. Derzeit besucht er einen vierwöchigen Sprachkurs in Paris, wo er im September sein Theologiestudium beginnen wird.

Martin Föhn SJ (Schweiz) und Sebastian Ortner SJ

Frater Sebastian Ortner SJ bei einem Ausflug mit seinen Kollegen aus dem Sprachkurs in Paris

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