ERDA: Mit Bildung Kinder wachsen lassen

Die ERDA Stiftung in Manila ermöglicht benachteiligten Kindern einen Grundschulbesuch und ermutigt die Eltern, mit kleinen Tätigkeiten Einkommen zu generieren. Aber in einer Zeit, wo die Menschen vor Ort mit Überschwemmungen, Bränden, Lockdowns und Unterernährung kämpfen, muss die Hilfe vielseitiger sein.

Steigende Zahlen, kein Impstoff

Bis 31.März gilt in Manila noch ein Lockdown. Bewegungsfreiheit und Transportmöglichkeiten sind aufgrund steigender Corona-Fälle stark eingeschränkt. Bis zum 2. März waren es mehr als 578.000 Fälle – Impfstoff war keiner vorhanden. „Als Land konnten wir aus finanziellen und politischen Gründen noch keine Impfstoffe bestellen. Wir sind eines der ärmsten Länder und können den Bürgern den Kauf von Impfstoffen nicht ermöglichen“, berichtet der Leiter der ERDA Foundation (Educational Research and Development Assistance). Eine kleine Erleichterung bringt eine chinesische Spende vom 28. Februar mit 600.000 Dosen SINOVAC-Impfstoffen, die im Land eingetroffen sind.

Überschwemmungen und Brände

Wäre COVID nur das einzige Problem. Gerade ist die Taifunsaison vorbei gegangen, hat sie im Februar schon wieder begonnen. „Wir hatten starke Regenfälle und Überschwemmungen in Mindanao und Visayas. Wieder einmal waren tausende Familien von den Überschwemmungen betroffen. Wir erwarten das sogenannte „La Niña“ -Phänomen, bei dem es auch im Sommer regnen wird“, erklärt unser Partner.

Ein großes Feuer am 21. Februar, von dem 361 Familien in Barangay, Manila, betroffen waren, richtete weiteren Schaden an und brannte zahlreiche Häuser nieder. 39 Familien erhielten Unterstützung (Nahrungsmittel und Kleidung) durch ERDA.

Bildung weiterhin ermöglichen

Die Hauptaufgabe der ERDA Stiftung, ist die Bildungsarbeit, wie der Name erahnen lässt:  Stiftung für Bildungsforschung und Entwicklungshilfe. Weltweit findet der Unterricht im Onlinemodus statt. Im Februar konzentrierte sich ERDA darauf, die Bildungs- und Lernmodalitäten der Kinder durch virtuelle Treffen zu verfolgen. Dafür hat man einigen Familien kleine Geräte, Mobiltelefone und eine Internetverbindung zur Verfügung gestellt. Ein Sozialarbeiter bot unter strengen Corona-Auflagen, Hilfe bei Hausbesuchen. ERDA-geschulte Junior Educators (JEs) und Elternleiter helfen anderen Kindern und Eltern im Unterricht mit Tutorials. Sie sind Teilnehmer, die sich freiwillig zur Ausbildung zum Tutor gemeldet haben. 120 sind fertig ausgebildet, 40 weitere werden gerade ausgebildet, um dann weitere Kinder beim Online-Unterricht zu unterstützen.

Für das Schuljahr 2020-2021 werden 10.009 Kinder und Jugendliche von ERDA unterstützt. Die Mehrheit von ihnen ist in der Grundschule (4.985) und in der Junior und Senior High School (4.895), ein kleiner Teil sind Jungendliche mit einer alternativen Ausbildung (81). ERDA führt weiterhin den Aufbau von Kapazitäten, Schulungen und Trainings für Eltern und Kinder im virtuellen Modus durch.

Mit Ausbildung zum eigenen Einkommen

Organisierten CoMSCA-Gruppen (Community Managed Savings Credit Association) sind weiterhin aktiv und funktionsfähig. Diese Gruppen haben aktiv Ersparnisse organisiert und Kredite vergeben, die unter anderem für Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und Notfälle verwendet werden können.  So konnte eine Gruppe von fünfzehn Frauen und Müttern von Muntinlupa eine Ausbildung zur Herstellung flüssiger Spülmittel machen. Sie betreiben jetzt ihr eigenes Geschäft und stellen bereits flüssige Spülmittel her.

Unterernährung als Problem

Für 280 unterernährte Kinder in sieben Gemeinden wird ein Ernährungsprogramm bis April fortgesetzt. Die Eltern waren den Spendern sehr dankbar. Dies ist eine sehr große Hilfe, insbesondere für Familien, die wirtschaftliche Probleme haben, weil ein Familienmitglied den Arbeitsplatz verloren hat und der Familie das gesamte Einkommen wegbricht. ERDA fördert dazu ein mobiles Ernährungsprogramm, das viel Unterstützung erfahren hat. 

„Wie ich immer wieder wiederhole, ist dies eine sehr herausfordernde Zeit für uns alle. Stellen wir uns weiterhin den Herausforderungen, bleiben wir verbunden, mit anderen Personen, Organisationen, Gruppen und arbeiten wir zusammen! Helfen wir jenen, die in Not sind; beten und träumen wir weiter und arbeiten für ein besseres Morgen!“, so die Worte von Ms. Dolora H. Cardeño, dem Direktor der Stiftung.

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