20 Millionen Menschen droht der Hungertod

Obwohl jesuitische Organisationen normalerweise keine Katastrophenhilfe, sondern langfristige Entwicklungsmaßnahmen vorsehen, „ist Nichtstun keine Option“ für die Jesuiten vor Ort, schreibt P.Joseph Afulo SJ, der Provinzial von Ostafrika in einem Brief zur aktuellen Situation.

„Liebe Gefährten und Wegbegleiter,

mit brüderlichen Grüßen aus Nairobi bitte ich um Eure Unterstützung für die Menschen, die in unserer Region Hunger leiden. Das Horn von Afrika ist von einer schweren Dürre betroffen und viele Menschen leiden unter einem akuten Mangel an Nahrung, Wasser und anderen lebensnotwendigen Dingen. Die lange Trockenheit und der Bürgerkrieg im Südsudan haben zu einer Explosion der Lebensmittelpreise geführt, gewalttätigen Rangeleien um schrumpfende Viehweiden und einem massiven Verlust an Menschenleben, Vieh und Wildtieren. In Kenia sind 23 von 47 Verwaltungsbezirken von Hungersnöten betroffen, die meisten im östlichen und nordwestlichen Teil des Landes. Das kenianische Rote Kreuz schätzt, dass schon jetzt in Kenia mindestens 2,7 Millionen Menschen dringend auf Nahrungshilfe angewiesen sind. Im Südsudan sind es 3,8 Millionen Menschen, die bereits seit Januar Hilfe brauchen.  In Ost-Äthiopien brauchen aktuell geschätzt 5,6 Millionen Menschen Nahrungshilfe. Die Zahlen schwanken ständig wegen des Zustroms von hungernden Flüchtlingsfamilien aus dem benachbarten Somalia.

Wir müssen erkennen und eingestehen, dass das Ausmaß dieser Krise unsere personellen und finanziellen Mittel vor Ort bei weitem übersteigt. Aber Nichtstun ist in dieser Situation keine Option. Unsere Hoffnung ist, dass unsere Maßnahmen einen kleinen aber bedeutenden Beitrag leisten zur Rettung von Leben unschuldiger Opfer dieser humanitären Krise. Unsere Hilfsmaßnahmen werden koordiniert im Büro des Provinzialats und durchgeführt in Absprache mit den jesuitischen Einrichtungen und Gemeinschaften, die in den betroffenen Regionen liegen. Ich danke Euch für Eure Unterstützung und bleibe Euch im Gebet verbunden.“

Die Jesuiten geben Grundnahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, Medikamente und Kleidung an Bedürftige aus. Die Provinz kalkuliert die Kosten pro Monat auf 21,40 Euro pro Person. 20-25.000 Menschen können die Jesuiten auf diesen Wegen erreichen. Je nach Entwicklung der Situation, insbesondere im Hinblick auf die erwartete Regenzeit bis Juni, wird entschieden, ob das Programm über Juli hinaus fortgeführt wird. Zunächst erbittet die Provinz 428.000 Euro monatlich, um das Nötigste leisten zu können. Helfen Sie mit, dieses Ziel zu erreichen.

Binnenflüchtlinge im Südsudan. Bild: Angela Wells, Jesuit Refugee Service.

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