Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Verwüstung haben die leidvollen Ereignisse der vergangenen 20 Jahre im Kosovo hinterlassen. Mit diesen Schwierigkeiten hat das land bis heute zu kämpfen. Das Leben in Armut und Not ist Alltag vieler kosovarischer Familien. Es wird deshalb noch lange dauern bis die hohe Arbeitslosigkeit, die Analphabetenrate und die belastende Umweltverschmutzung gesenkt sind. Diese Wunden heilen nur langsam ab, aber sie heilen
Bildung als Tor zum Frieden
Einen Weg zu dieser Heilung hat P. Walter Happel SJ mit dem Aufbau eines Gymnasiums in Prizren ins Leben gerufen. Dort versucht er durch eine welt- und lebensbejahende Erziehung und Bildung ein gesundes Verlangen nach sozialer Gerechtigkeit bei den Schülern zu vertiefen.
Die Idee dahinter ist, die Bildung der jungen Nation umfassend und langfristig zu stabilisieren. Mehr als die Hälfte der kosovarischen Bevölkerung ist jünger als 25. Damit zählt sie zu den jüngsten Nationen der Welt. Aus diesem Grund liegt P. Happel die Jugend besonders am Herzen. „Es kommt alles darauf an, dass diese Generation nicht länger in einer Atmosphäre von Perspektivlosigkeit, Abgrenzung, Trennung und Hass heranwächst. Diese Jugend braucht eine Chance zur Entfaltung im Geist der Verständigung, der Achtung und des Respekts. Sie braucht die Möglichkeit zur Bildung im europäischen Sinn. Mädchen und Jungen aller Ethnien und Glaubensrichtungen sollen gemeinsam zur Schule gehen und wieder neu lernen, miteinander zu leben.“ spricht er über seine Arbeit. Seit dem Aufbau seines Projekts im Jahre 2003 konnte neben der staatlich anerkannten Privatschule jeweils ein Internat für Mädchen und Jungen eingerichtet werden, das über 140 Kindern Platz bietet. Besonders genau wird darauf geachtet Mädchen gleichberechtigt am Unterricht Zutritt zu gewähren, schließlich ist die Analphabetenrate unter den Mädchen noch höher als bei Jungen. Benachteiligte Schüler werden mittels Stipendien gefördert, der Dialog zwischen Kosovaren, Albanern und Makedoniern wird gesucht! Mehrsprachigkeit - die Schüler erhalten Unterricht in Deutsch, Latein und Englisch - wird im Loyola-Gymnasium ähnlich geschätzt wie die Förderung der Einzelinitiative jedes Schülers. Zudem fühlen sich die Lehrer dem Leitbild der ignatianischen Pädagogik verpflichtet. Sie wollen neben theoretischem Wissen auch ein umfassendes Wertebewusstsein, Liebe und die Annahme der eigenen Person vermitteln. Helfen Sie mit ihrer Spende, dass das Ignatius-Gymnasium auch weiterhin ihren friedensstiftenden Dienst vollziehen und zu einer menschlicheren Welt beitragen kann.
Projektbeschreibung hier