Casa de los Pobres und die Armen in Mexiko

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Mexiko ist generell ein Flüchtlingsland. Wer das nötige Geld hat und körperlich dazu in der Lage ist, flüchtet in den reichen amerikanischen Norden. Besonders hart betroffen von diesem Phänomen ist die 1,5 Millionen Einwohner zählende Grenzstadt Tijuana. Die Flucht in die Vereinigten Staaten, wo sie trotz schlechter Bezahlung mehr Geld als in Mexiko verdienen können, ist heißersehnt. Schätzungen gehen davon aus, dass gut ein Fünftel der Einwohner der Stadt ständig 'auf dem Sprung' ist. Folglich bleibt nur die verarmte und überalterte Bevölkerungsschicht zurück. Einige Gescheiterte kommen nach einem misslungenen Fluchtversuch auch zurück. Dadurch steigen Kriminalität, Drogenhandel und die schreiende Not in der Stadt ins Bedrohliche.

„… und ihr habt mir zu essen gegeben“
Ganz ihrem biblischen Auftrag verpflichtet fühlen sich die Schwestern des Ordens „Missioneras Franciscanas de Nuestra Señora de la Paz“ dazu berufen den Armen in Tijuana zu helfen. Einzelschicksale kennen sie wenig; denn es ist ihnen wichtig allen Hilfesuchenden, woher diese auch kommen und wie bedürftig sie auch seien, die gleiche selbstlose Liebe zukommen zu lassen: „Misericordia primero“, zuallererst Barmherzigkeit, betont die Leiterin des Hauses CASA DE LOS POBRES, Schwester Armida. Monatlich werden etwa 30.000 Portionen Frühstück an Bedürftige ausgegeben. Mittagessen können sie leider seit einem guten Jahr nicht mehr anbieten, da ihnen die finanziellen Mittel fehlen. Daher kann auch niemand im CASA über Nacht bleiben, doch werden die Migranten von den Schwestern an andere Organisationen weitervermittelt. Dazu geben sie Kleidungsstücke, Schuhe, Lebensmittel und Haushaltsgegenstände aus. Außerdem verfügt die Anlage über ein eigenes Krankenhaus, damit die Besucher medizinisch betreut werden können. Ein weiteres Anliegen ist es den betroffenen Familien Hausbesuche abzustatten. Diese dienen dazu, die Situation der Leute besser kennen zu lernen und auf spezielle Bedürfnisse einzugehen, aber auch zu sehen, ob die Lebensmittel dort wirklich notwendig sind oder ob sie bei einer anderen Familie besser angebracht wäre. Alleine würden die franziskanischen Schwestern die Arbeit jedoch nicht bewältigen können und so sind sie von einer großen Anzahl freiwilliger Helfer abhängig, von denen die meisten selbst einst an der selben Stelle Hilfe suchten.

 

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