Jesuit Refugee Service
Die Provinz Ruyigi in Burundi ist sehr stark von den Folgen des Bürgerkrieges betroffen. Bis 2006 kehrten 58.779 Flüchtlinge zurück, es gab 3.122 landesinterne Flüchtlinge, 413 Kindersoldaten, 59.502 Waisen und Kinder in Risikosituation und 3.396 Behinderte, erzählt P. Tony Calleja SJ, Leiter des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Afrika.
Die Analphabetenrate unter Erwachsenen beträgt durchschnittlich 40%. Das UNHCR schätzt laut Bericht von 2007, dass immer noch ca. 3 Millionen in der Region (Kongo, Burundi, Ruanda) auf der Flucht sind. Gewalt und Flüchtlingsströme bedrohen die regionale Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Der Flüchtlingsdienst versucht in Burundi die Zurückkehrer mit den notwendigen Mitteln für eine friedliche Wiedereingliederung in ihre Ursprungsgemeinschaften zu versorgen. Dazu gehören die Sorge für langfristige Nahrungsmittelsicherheit durch fundierte Unterstützung der Rückkehrer und ihrer Gemeinschaften im Aufbau ihrer Landwirtschaft. Burundi ist eines der fünf Länder mit dem niedrigsten Entwicklungsindex auf der Welt. 13 Jahre Bürgerkrieg haben verheerende Spuren hinterlassen. Mehr als 50% der Bewohner lebt unter der Armutsgrenze.
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