Nothilfe für Ostafrika

Die Ostafrikanische Provinz der Jesuiten bittet um Unterstützung für Nothilfemaßnahmen in den besonders von der Hungersnot betroffenen Gebieten im Südsudan, Äthiopien und Nordkenia: "Nichtstun ist in dieser Situation keine Option.“

JRS Ostafrika

In Hinblick auf den Weltflüchtlingstag am 20. Juni und den Besuch von P. Endashaw Debrework SJ, dem regionalen Direktor des jesuitischen Flüchtlingsdienstes in Ostafrika, im Büro der Jesuitenmission Österreich, geben wir einen kleinen Einblick in die alltägliche Arbeit sowie die neuen Ziele, die sich die Region Ostafrika gesetzt hat, um das Leid der Geflohenen zu verringern.

Die Ostafrikanische Provinz der Jesuiten

Die Ostafrikanische Provinz der Jesuiten ist derzeit in mehreren besonders von der Hungersnot betroffenen Gebieten, wie Süd Sudan, Äthiopien und Nordkenia tätig. Außerdem ist mit Uganda ein weiteres Land, das mit 1,3 Millionen Flüchtlingen, die höchste Population an Vertriebenen beheimatet, Teil des Einsatzgebietes.

Flüchtlingsdienst im Süd Sudan

Das größte Projekt von JRS Eastern Africa ist im Moment der Süd Sudan, wo ungefähr 123.000 Flüchtlinge und 1,8 Millionen Binnenflüchtlinge leben. Die Arbeit der Jesuiten beschränkt sich aber nicht nur auf diese beiden Gruppen von Personen, sondern inkludiert seit 2017 auch die lokale Bevölkerung, die die Unterstützung ebenso benötigt. Hilfeleistungen werden vor allem durch ein breites Bildungsangebot zur Verfügung gestellt. Computertrainingsprogramme, LehrerInnentrainingsprogramme und Englischtrainingsprogramme, die von 30% bis 40% von der lokalen Bevölkerung in Anspruch genommen werden, können in den vier Camps besucht werden, in denen Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge und teilweise die lokale Bevölkerung leben und ihre Ausbildungen erhalten.

Viele Menschen, egal ob Geflohene oder nicht Geflohene, haben weder Nahrung noch Kleidung. Dafür gibt es die die Notfallhilfe, die außerdem dafür sorgt, dass Betroffene medizinisch versorgt sind und ein Dach über dem Kopf haben.

P. Endashaw Debrework SJ

Am Mittwoch den 18. Juni war der regionale Direktor von JRS Ostafrika bei uns im Wiener Büro der Jesuitenmission, um von seinem Alltag und der Lage in der Region zu berichten. Dabei hat er  einen neuen strategischen Plan für die Region vorgezeigt, der 2017 vorgestellt wurde und die Aktivitäten der Jahre 2019 bis 2023 bestimmt beziehungsweise noch bestimmen wird.

Die Vision ist: „Eine Welt, wo Flüchtlinge und gewaltsam Vertriebene in Würde und Frieden leben und wo Menschenrechte anerkannt und gewährleistet sind und das Potential eines Jeden voll ausgeschöpft wird."

Strategieplan 2019 – 2023

Diese Vision begleitet die fünf Hauptziele, die in dem strategischen Plan definiert sind und den gewaltsam Vertriebenen helfen sollen:
1. Wohlbefinden
Psychologisches, soziales, spirituelles und physisches  Wohlbefinden soll möglichst vielen Personen gewährt werden. Vor allem die schutzbedürftigsten Gruppen, wie Frauen und Kinder, sollen die Möglichkeit haben, an den psychosozialen Aktivitäten teilzunehmen.
2. Qualitative und inklusive Bildung
In den kommenden Jahren sollen mehr Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge die Möglichkeit auf eine qualitative, angemessene Vorschul- und Grundschulbildung sowie sekundäre Bildung bekommen. Dazu werden bereits Lehrerausbildungen und Schulmanagementtrainings angeboten, die noch regional und inhaltlich ausgeweitet werden sollen.
3. Nachhaltige Lebengrundlagen
Mehr Partnerschaften mit Job Anbietern sollen die Zahl der Flüchtlinge und lokalen Bevölkerung, die in den Arbeitsmarkt integriert sind, durch einkommensgenerierende Aktivitäten steigern und so die Lebensumstände der Menschen verbessern.
4. Einsatz für Rechte und Würde
Sowohl Flüchtlinge als auch die lokale Bevölkerung werden in diesen Prozess miteingebunden, damit eine effektive Antwort auf die Realitäten der geflüchteten Personen gegeben werden kann. Ein größerer Schutzraum für die Betroffenen sowie eine Zusammenarbeit mit akademischen und sozialen Forschungsinstituten soll dabei helfen, die Probleme zu erfassen, um sie anschließend zu bekämpfen.
5. Institutionelle Stärke
Durch eine professionelle, verantwortliche und effiziente Organisation sollen robuste Strukturen in den Bereichen Kommunikation, Programm Management, Finanzen und Personalwesen geschaffen werden, um schneller und besser auf die Bedürfnissen der Menschen in Not sowie der Partnerorganisationen eingehen zu können.

„Wir benötigen jede Hilfe, die wir bekommen können.“ sagt Endashaw Debrework. „17 Jahre verbringt ein Flüchtling hier durchschnittlich in einem Lager. Viele der jungen Leute sind in den Lagern aufgewachsen. Meistens dürfen sie außerhalb der Camps nicht arbeiten und sich auch nicht frei bewegen. Viele verzweifeln daran. Wie im kenianischen Kakuma hilft der JRS in vielen ostafrikanischen Flüchtlingslagern mit psychosozialer Begleitung und mit Bildung. Der Lerneifer der südsudanesischen Kinder auf dem Foto ist mit Händen zu greifen. Noch ist ihr Vertrauen in die Zukunft nicht gebrochen.“

Helfen wir gemeinsam, dass es so bleibt. 50 Euro pro Kind und Monat kosten Schulbildung, Hefte, Kleidung und Essen im Flüchtlingslager.

Spenden und Helfen

Nothilfemaßnahmen in Ostafrika

Seit 1980 bietet der jesuitische Flüchtlingsdienst (JRS) humanitäre Hilfe und Unterstützung  für Flüchtlinge und intern Vertriebene Menschen (IDP’s) an. Das ostafrikanische Regionalbüro leistet Nothilfemaßnahmen und bietet Bildungsprogramme in den besonders von der Hungersnot betroffenen Gebieten im Südsudan, Äthiopien und Nordkenia sowie auch in Uganda an.

Das erste Warnzeichen der Hungersnot ist immer das Fernbleiben von Schülerinnen und Schülern, das auf eine Knappheit von Nahrungsmitteln hindeutet. Dann „verschwinden“ ganze Familien, weil sie sich auf die Suche nach Nahrung und Wasser machen. Schließlich melden sich hunderte von Menschen bei den Pfarrgemeinden mit der Bitte um Hilfe und Schutz.

Grundversorgung und Bildung in den Camps

Südsudan

Der Schwerpunkt des ostafrikanischen Regionalbüros liegt derzeit auf Projekten im Südsudan. Das Land kommt nach den Kämpfen im Bürgerkrieg kaum zur Ruhe. Immer wieder flammen Kämpfe in unterschiedlichen Regionen des Landes auf. Ungefähr 1,8 Millionen Menschen sind Binnenflüchtlinge, also Vertriebene im eigenen Land. 3,8 Millionen sind auf Nahrungshilfe angewiesen, ein Drittel der Kinder in den Flüchtlingscamps ist bereits unterernährt. Die am schlimmsten betroffenen Bundesstaaten sind Unity und Bahr el Gazal. In Maban

Äthiopien

933.000 Flüchtlinge, die zweitgrößte Population nach Uganda, leben in Äthiopien. 99% von ihnen stammen aus den Nachbarstaaten: Südsudan, Somalien, Eritrea und Sudan. Wie auch im Südsudan wird versucht den Menschen durch Bildungsprogramme, wie Computertrainings und Englischkurse ein Einstieg in die Lebensrealität zu ermöglichen.  Neben sozialer Unterstützung  und beruflichen Ausbildungen in den Bereichen Catering und Haarpflege, ist Äthiopien das erste Land der Ostafrika Region, das auch Kinder- und Jugendschutz als Projektpunkt mitaufgenommen hat.

Kenia

Kakuma, im Norden Kenias, gilt als eines der größten Flüchtlingslager der Welt. 186.000 Menschen aus den ostafrikanischen Anrainerstaaten suchen dort Schutz vor Gewalt, Vertreibung und Dürre. Viele resignieren in den Camps. Vor allem die Kinder brauchen Vertrauen in die Zukunft.  Einmal im Monat gibt es Essensversorgung: Grundnahrungsmittel werden an die Familien im Flüchtlingslager ausgegeben sowie ein zusätzlicher Geldbetrag, der von der Anzahl der Familienmitglieder abhängig ist.

Die Arbeit der Jesuiten ist mit dem Lager mitgewachsen. Es gibt genau fünf JRS-Zentren, in denen vor allem jene Flüchtlinge Hilfe und Unterstützung finden, die besonderen Schutz brauchen. Entweder, weil sie eine Behinderung haben, an einer mentalen Krankheit leiden oder von sexueller Gewalt bedroht sind.

Bitte um Unterstützung

JRS Ostafrika

Kenia, Südsudan, Äthiopien, Uganda – in diesen vier ostafrikanischen Ländern ist der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) aktiv. „17 Jahre verbringt ein Flüchtling hier durchschnittlich in einem Lager“, sagt Endashaw Debrework. Der äthiopische Jesuit leitet den JRS Ostafrika: "Viele der jungen Leute sind in den Lagern aufgewachsen. Meistens dürfen sie außerhalb der Camps nicht arbeiten und sich auch nicht frei bewegen. Viele verzweifeln daran. Wie im kenianischen Kakuma hilft der JRS in vielen ostafrikanischen Flüchtlingslagern mit psychosozialer Begleitung und mit Bildung. Der Lerneifer der südsudanesischen Kinder auf dem Foto ist mit Händen zu greifen. Noch ist ihr Vertrauen in die Zukunft nicht gebrochen.

Projekt JRS Ostafrika

Land:
Ostafrika, Hauptsitz in Kenia

Partner:
P. Endashaw Debrework SJ

Zielgruppe:
Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge

Kontext:
Eine unstabile politische Lage sowie Hungersnot haben dazu geführt, dass viele Menschen ihr Zuahuse verlassen mussten und nun auf Hilfe angewiesen sind.

So können Sie helfen:

  • 50  Euro pro Kind und Monat kosten Schulbildung, Hefte, Kleidung und Essen im Flüchtlingslager.

Online Spenden und Helfen

Brief Joseph Afulo SJ

Ihre Spende hilft

  • MENSCHEN FÜR ANDERE
  • Verwendungszweck:
  • Nothilfe für Ostafrika
  • Bank: Erste Bank
  • IBAN: AT94 2011 1822 5344 0000
  • BIC: GIBAATWWXXX

Jetzt online spenden

Ihre Spende ist gemäß § 4a Abs 2 Z3 lit a bis c EStG steuerlich absetzbar. ZVR Zahl 530615772 / SO 1345

Ihre Spende hilft

Jetzt online spenden

MENSCHEN FÜR ANDERE
Verwendungszweck:
Hilfe für Ostafrika

Bank: Erste Bank
IBAN:AT94 2011 1822 5344 0000
BIC:GIBAATWWXXX

Ihre Spende ist gemäß § 4a Abs 2 Z3 lit a bis c EStG steuerlich absetzbar. ZVR Zahl 530615772 / SO 1345