Hilfe für gestrandete Migranten

In der Region Jharkhand kümmern sich P. George Kerketta SJ und sein Team, zusammen mit verschiedenen Behörden um gestrandete Migranten, die auf einen Schlag ohne nichts dastehen. Sie erhalten Obdach und Nahrungsmittel. In den Dörfern wird Bewusstsein für richtiges Verhalten in der Coronakrise geschaffen.

Mittlerweile sind 2 Monate vergangen, seit die Ranchi Jesuiten mit Partnerinstitution und MitarbeiterInnen aus dem eigenen Netzwerk gemeinsame Hilfsmaßnahmen gegen COVID19 organisiert haben.  „Wir bedanken uns bei unseren internationalen und lokalen Spenderinnen und UnterstützerInnen, die mit ihren Kontributionen große Hilfe geleistet haben. Tageslohnarbeiter und gestrandete Migranten konnten so zumindest eine vorübergehende Bleibe finden.“, sagt P. George Kerketta SJ, der Entwicklungsdirektor der Provinz.

Er ist der Meinung, dass unser Engagement in Krisenzeiten besonders groß sein muss und erzählt, was sie bisher auf die Beine gestellt haben: „In unserem Netzwerk konnten wir Hilfe für die bedürftigsten Familien, die Ärmsten und für jene, die ohnehin in Not sind, organisieren. Wir wollen diese Menschen nicht vergessen oder zurücklassen, deshalb sind wir noch mehr dazu aufgerufen unseren Teil zu erfüllen. Nur zusammen können wir diese Solidarität fortsetzen.“

Die Situation in Indien ist besonders schwierig. Eine hohe Einwohnerzahl, viele Tageslöhner und Migranten, die plötzlich ohne Job und Unterkunft dastehen und nicht wissen, wie sie ihr Brot verdienen. Die jesuitischen Projekte in Jharkhand versuchen auf diese Probleme einzugehen und dringend notwendige Hilfe bereitzustellen:

Grundnahrungsmittelausgabe in Dhurwa

Das Prabhat Tara Management hat Grundnahrungsmittel (Reis, Dal, Salz und Kartoffel) an mehr als 100 Familien ausgegeben.  Zu Beginn erhielten 21 Familien 7kg Reis, 1 KG Dal und eine Packung Salz. Später konnte das Team zusammen mit der Jugend der Prabhat Tara Pfarre 10kg Reis, 3kg Kartoffeln, 1kg Dal und 2 kg Zwiebel sowie Seife an mehr als 70 Familien in und um Dhurwa verteilen.

Gestrandete Migranten in Tamar

99 Migranten, die ihre Jobs in den Städten verloren haben und nicht in die Dörfer zurückkehren konnten, fanden eine Bleibe im St John’s Obdachlosenheim in Tamar. Die meisten kommen aus Bihar, im West Bengal. Nach der Quarantäne konnten 53 Personen nachhause gebracht werden. Sie waren froh und erleichtert wieder bei ihren Familien sein zu können. 43 Personen befinden sich hingegen noch im Zentrum und hoffen auf baldige Rückkehr in ihre Dörfer.

Obdach in Mandar

Auch in der Unterkunft in Mandar, die von den Töchtern von St. Anne geleitet wird, haben 318 gestrandete Migrantenarbeiter Unterschlupf gefunden. Sie kommen aus Bihar, Chattisgarh und Assam im West Bengal und haben alle die Unterkunft zu Fuß erreicht. Sie können es kaum erwarten, nachhause zurückzukehren. Viele, die in Ziegelöfen gearbeitet haben, erhielten ihre Löhne nicht mehr. Nachdem sie auf leeren Blättern unterschrieben, wurden sie weggeschickt. Jetzt fühlen sie sich von den Städten verraten und wollen nicht mehr dorthin zurückkehren.

St. Ursula Krankenhaus in Lohardaga

Das St. Ursula Krankenhaus hat eine Kapazizät von 75 Betten. Am 15. März wurde es zu einem Quarantäne Zentrum für COVID19 Verdachtsfälle umfunktioniert. Am 1. April wurde es zu eine  Notfalls- und Rettungsdienstservice eingerichtet Medizin für das Spital wurde durch die Ranchi Jesuiten zur Verfügung gestellt.

COVID19 Bewusstseinsbildung im Arouse Center

AROUSE (Animation Rural Outreach Service) Mitarbeiter und die Jesuitenkommunität haben verschiedene Kampagnen zu Bewusstseinsbildung gestartet und bisher 100 Dörfer im westlichen Teil der Region erreicht. Sie halten Meetings ab, kümmern sich um Banner und Plakate und verteilen Broschüren. Zusammen mit der lokalen Administration wurden 3.000 Gesichtsmasken und Seifen ausgegeben.

Hilfe in Zahlen:

  • 2230 gestrandete Migranten bekamen Unterkunft und Nahrung
  • 35000 Händedesinfektionsmittel
  • 25000 Gesichtsmasken
  • 5000 Moskitonetze
  • 55739 Familien erhielten Grundnahrungsmittel

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